Atemtherapie bei Schlafstörungen

Buchempfehlung:
Duden, Susanne: Die Heilkraft des Atems für einen erholsamen Schlaf.
Ein Handbuch für Betroffene und Therapeuten mit Übungs-CD. Via Nova Verlag

Ca. 25% der erwachsenen Bevölkerung leidet unter Schlafstörungen. Diese treten häufig in Stress- und Belastungssituationen auf und bleiben bestehen, auch wenn die schlafmindernden Ursachen behoben sind. Die Betroffenen leiden unter Ein- und Durchschlafstörungen, frühzeitigem Erwachen und nicht erholsamen Schlaf. Sie klagen über Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Leistungseinbußen tagsüber und eine eingeschränkte Lebensqualität. Schlafmittel können nur kurzfristig helfen.
Langfristig sollten diejenigen, die unter chronischen Schlafstörungen leiden, ein Entspannungsverfahren einüben, um die Übererregung des vegetativen Nervensystems abzubauen. Im Rahmen des Gesundheitswesens werden Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training oder Yoga empfohlen.
Atemtherapeutische Übungen, in denen der Schwerpunkt auf der individuellen Atemerfahrung beruht, sind leider immer noch relativ unbekannt. Dabei kann die Methode des bewussten zugelassenen Atems besonders gut auf die komplexe Situation von Menschen mit Schlafstörungen eingehen, da der Atem direkt auf die vegetativen, motorischen und psychischen Erregungszustände einwirkt. Auch fördert der achtsame, gewährende und spielerische Umgang mit dem eigenen Atem- und Körpergeschehen Qualitäten der inneren Ruhe und Gelassenheit, die wichtige Voraussetzungen für den Schlaf darstellen.